Aus der Reihe:

„Das berichtet doch keiner, das darf nicht rauskommen!“

 

Erzählungen eines Polizisten:

Wir haben abwechselnd in der Vorhalle einer Sparkasse geschlafen.

Aber auch nur dann, wenn wir uns vor Müdigkeit nicht mehr auf den Beinen halten konnten.

Es war wie im Krieg. Wir wussten überhaupt nicht wo wir anpacken sollen. Alle waren hilflos. Auch wir.

Sie haben 3 Autos des Ambulanten Pflegedienstes angezündet. Ohne Rücksicht auf die alten Menschen, die auf diese Dienste angewiesen sind, weil sie teilweise sich noch nicht einmal selbst mehr säubern können.

Die Linken sind mit einem Knüppel auf mich losgegangen, während einer von ihnen mit etwas selbst gebasteltem ein Auto angezündet hat.

In dem Moment hat aber einer von ihnen selbst Feuer gefangen und ist nur noch hin und her gerannt und wir mit Decken hinterher, um ihn zu löschen und zu retten.

Überall roch es nach verbranntem Fleisch. Diese Bilder kriege ich nie mehr aus dem Kopf.

An einem Tag, hörten wir die Schreie einer Frau, die nach der Feuerwehr rief, weil ihr Auto lichterloh brannte.

Sie versuchte mit einem kleinen Feuerlöscher das Feuer zu löschen. Jedoch ohne Erfolg.

Als sie bemerkte, dass ihr Auto nicht mehr zu retten war, sank sie zur Boden und begann zu weinen.

Ihr Kind setzte sich neben sie und sagte:

Was soll die Mama jetzt machen? Sie hat kein Auto mehr.

Ich konnte ihr noch nicht mal zur Hilfe eilen, da wir damit beschäftigt waren den Mop in Zaum zu halten.

Später erfuhr ich, dass die Frau allein erziehend war und keinerlei Rücklagen besaß, um sich ein neues Auto leisten zu können.

Ob die Versicherung solche Schäden abdeckt weiß ich noch nicht mal.

Aus Verzweiflung habe ich mit ihr geweint. Ich wusste weder ihr noch mit zu helfen.

Ich war im Krieg und werde diese Bilder von der brutalen Gewalt, die einfach aus dem Nichts entstand, nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommen.